vor zwei Tagen konnte ich ein paar Larven von den Cobitis sp. "Taiwan" aus dem Becken fischen, war eine ziemliche Überraschung als die kleinen ca 6mm langen Larven an der Scheibe auftauchten! Wobei ich die erste Larve beim "ins Becken starren" entdeckte, die sauste auf einmal durch mein Blickfeld und landete auf einer Wurzel. Das Ablaichen habe ich nicht mitbekommen, eine Larve konnte ich gestern Abend im Lückensystem des Kieses (Pfennigkies) sehen. Mittlerweile habe ich 14 Stück von den Scheiben abgesaugt und ziehe sie in einem kleinen Becken auf.
Aktuell sind die Larven ca 6-7mm lang.
Erst dachte ich noch das ich mir mit wenige Tage zuvor gekaufter Wasserpest was eingeschleppt habe, aber die Fische in der Pflanzenanlage beim Händler passen zum Glück nicht zu meinem Nachwuchs.
mittlerweile sind die separat aufgezogenen kleinen Steinbeißer ~25mm lang und die gesamte Aufzucht war kein Problem. Die Schlupf und Dottersack Phase haben sie ja auch alleine rumgebracht, wie oben geschrieben habe ich sie mit einer Größe von ca. 5-6mm von den Scheiben gesaugt. Die ersten Tage gab es Liquifry No.1 und fein gemahlenes Trockenfutter (Tabletten) auch in Ermangelung an Artemia Nauplien. Die Zysten die ich noch hier hatte "funktionierten" nicht mehr und ich musste erst mal neue besorgen, was eine Verzögerung von ungefähr 5 Tagen bedeutete. Haben sie aber auch gut überstanden, und es hat bislang keinen Ausfall gegeben. Die rausgefangen 13 verbringen die nächste Zeit in einem kleinen 40cm Becken in dem ein paar Kottelatlimia hipporhynchos leben, da können sie jetzt noch weiter heranwachsen. Wenigstens zwei haben sich im Elternbecken durchgeschlagen, sind aber immer noch ziemlich mickrig, kaum mehr als 10mm (geschätzt).
Hi Thomas, Super, und prima Bilder noch obendrein! Ich muss ehrlich sagen ich beneide dich um diese unverschämte Glück das du immer hast :-) Wie groß sind die herausgefangenen denn jetzt ungefähr, die sehen ja schon richtig groß aus?
die größten sind jetzt etwas über 25mm, genauer kann ich es zur Zeit nicht sagen.
Ich hoffe mal dass das keine einmalige Zufallsvermehrung war sondern dass sich das wiederholt. Interessant ist noch, dass ich das Aquarium für die Steinbeißer erst ende April neu und als Artbecken eingerichtet habe und fast auf den Tag genau einen Monat später tauchten die Larven auf. Das aber Weibchen mit Laichansatz dabei sind hatte ich aber vorher schon gesehen.
Hi Thomas, Meine Frage nach der jetzigen Größe hat natürlich einen Hintergrund, vielleicht kann man so eine Wachstumstabelle erstellen. ;-)
Es wäre also möglich dass das Umsetzen in das neue Artbecken den Ablaichvorgang erst ausgelöst hat, und das es grade rechtzeitig der Fall war - so meintest du es doch, richtig?
Wenn ich etzt mal Sherlock Holmes spielen darf: Laichansatz kann man öfter beobachten, aber meistens passiert nichts - wenn man aber im richtigen Moment die Tiere mit Laichansatz umsetzt, kann das den Ablaichvorgang fördern und so die erfolgreiche Vermehrung unterstützen. Kann man das so sagen?
Zitat Es wäre also möglich dass das Umsetzen in das neue Artbecken den Ablaichvorgang erst ausgelöst hat, und das es grade rechtzeitig der Fall war - so meintest du es doch, richtig?
Nein, die Unterschiede zwischen den Aquarien sind dafür wohl zu gering. Gleiche Beleuchtung, ziemlich gleiche Strömung, gleiches Wasser. Es gibt aber auch zwei deutliche Unterschiede: Einmal den Pfennigkies der neben dem Sand zum Einsatz gekommen ist (Lückensystem für den Laich und die ersten Tage der Larven?) und das fehlen der Homaloptera! Die H. smithi sind ziemliche Räuber die allerlei freischwimmende Futtertiere erbeuten, die hätten sich die Larven mit Leichtigkeit von der Scheibe gepflückt. In der reinen Haltung passen diese Schmerlen gut zusammen, ich werde in Zukunft aber von dieser Kombination die Finger lassen
Verschiedene Steinbeißer sind ja immer wieder mal im Aquarium vermehrt worden. Ich denke mal da ist die Wahrscheinlichkeit Glück zu haben größer als bei manch anderen Schmerlen.
Eine Wachstumstabelle ist glaube ich nicht sehr aussagekräftig. Je mehr Aufwand (füttern, Hygiene) betreibt desto schneller scheinen sie zu wachsen. Vergleiche mal die Bilder die ich hier von den aufgezogenen reingestellt habe (Auf dem letzten Bild sind aber auch die Kottelatlimia mit drauf, nur die kleineren sind die Cobitis) mit diesem hier vom 09. Juli. Der sitzt neben einer halben Futtertablette und ist genauso alt wie die anderen... Aber immer noch winzig, Etwas mehr als einen cm. Von diesen Zwergen gibt es mindestens zwei im Elternbecken. Mal gucken wie die sich entwickeln, leben noch die meiste Zeit im Javafarn.
Nach einigen Monaten mal wieder ein Update. Mittlerweile sehen die kleinen so aus und sind knapp über drei cm lang (genau weiß ich es jetzt nicht)
Obwohl immer noch einige Dicke Weibchen dabei sind ist bislang keine neue Larve aufgetaucht, was jetzt noch mal Deine Vermutung mit dem Umsetzen als Auslöser ins Spiel bringt, Andreas. Vielleicht mach ich mir demnächst mal die Mühe und setze ein Pärchen in ein frisch gemachtes 60er und beobachte das mal.
ich habe die seit dreieinhalb Jahren und bislang ist das größte Weibchen 8cm und die Männchen rund 6. Also wohl eher eine kleinbleibende Art. Aber ohne Gewähr, bislang sieht das bei meinen aber so aus. Als noch unbeschriebene Art gibt es nur entsprechend wenig (mir bekannte) Daten zu den Fischen. Hier sind die eventuellen Eltern zu sehen: Cobitis sp.