endlich habe ich mal das probiert, was mir schon lange vorschebt: ein Asia-Becken, mit Labyrinthern und Schmerlen.
Ich habe grüne (silberne) Küssende Guramis (Helostoma temminckii) gefunden!!! Die waren schon lange ein Herzenswunsch von mir.
Ich habe die 5 Guramis in ein 120m-Becken zu einer Gruppe von 9 Zebraschmerlen (Botia striata) und einem Kafi-Pärchen (Betta splendens) gesetzt.
Die Botia schwammen schon lange mit einer Kafi-Gruppe, ohne dass es zu Problemen kam. Anfangs war ich bei dieser Zusammenstellung erhöht aufmerksam, weil man ja lesen kann, dass die B. striata agressiv gegenüber anderen Fischen werden können, was bis zum Augen ausfressen geht. Angeblich passiert das aber eher, wenn sie einzeln gehalten werden. Bisher hatte ich keine negative Erfahrung und dachte, die Guramis würden den mittleren Wasserbereich gut ergänzen.
Pustekuchen!! Die Botia begannen plötzlich (augenscheinlich rein zufällig und wahllos) mal an einem Gurami zu "knabbern". Erst dachte ich, es wäre vielleicht Spiel, denn Schmerlen schwimmen auch gerne mal an der Seite anderer Fische und ahmen deren Bewegungen nach. Aber es wurde immer heftiger. Einmal hing eine Schmerle an einem Gurami, während dieser um sie abzuschütteln mehrere Runden durch das Becken flitzte. Die Schmerle ließ aber nicht los. Oh Schreck !
Das war 5 Stunden nach dem Einsetzen. Und es sah nicht so aus, als würde die Nacht ruhiger werden, denn die Schmerlen wurden immer heftiger in ihrem Verhalten und ich bekam Angst um die Guramis. Also habe ich die Schmerlen rausgeholt, um sie in ein etwas kleineres Becken umzusiedeln.
Danach fühlten sich die Guramis sichtlich wohler und begannen, das Becken zu erkunden und die Pflanzen eifrig zu putzen.
Mit solch einem Verhalten der Schmerlen hatte ich wahrlich nicht gerechnet. Und ich war sehr froh, dass ich für solche Fälle doch genügend Ausweichbecken habe.
Besteht diese Gefahr bei allen Schmerlen, oder ist solch eine Reaktion auf die B. striata begrenzt? Hat jemand Erfahriung damit?