|
Hallo alle zusammen...
ich pflege ja nn schon seit Jahren Y. sidthimunki ( Schachbrettschmerlen) und mittlerweile ist mein Trupp auf 17 Tieren angestiegen.
In dem "neuen" AQ, in welchem die Rückwand aus gestapelten Steinen und vielen Holzwurzeln besteht, sehe ich sie leider weniger als in dem vorherigem AQ. Dennoch sind die hinten aktiv, man sieht es immer wieder huschen, hört leise Kiesel klickern. An manchen Stellen kann ich sie durch die Steine hindurch beobachten... ist aber unbequem.  Scheint ihnen dort wohl gut zu gefallen.
Aber ich wollte mal was anderes ansprechen.
Meine Älteste ist ja nun mittlerweile gut 9 Jahre alt, mind. 6 Tiere über 6 Jahre. Haben also alle eine stattliche Größe... und Durchmesser. 
Nun habe ich immer wieder von privat Tiere aufgenommen, um den Fang nicht zu unterstützen.
Dabei machte ich folgende Beobachtungen: kamen größere Tiere ( also ab mind. 4,5 cm) war die Gruppe aufgeregt, begutachtete den Neuling intensiv, blieb aber immer "freundlich". Niemals konnte ich beobachten, daß ein Tier angegriffen oder bedroht wurde. Natürlich kann ich nicht ausschließen, daß spätere eventuelles Kräftemessen im hinteren Bereich stattfanden.
Wenn man es mal vermenschlichen würde, sah es eher so aus, als würden sie sich freuen, daß da jemand Neues kam.
Setzte ich Jungtiere zu, also unter/um 3 cm, da waren schon recht Lütte bei, dann war der ganze Trupp wie angestochen. Es brach eine regelrechte Hektik aus,viele Tiere kamen weiter nach vorne, sicherten regelrecht die Lage.
Die Jungtiere wurden vorsichtiger begrüßt, aber nicht langsamer in die Gruppe integriert. Es sah beim ersten Jungtier fast so aus, als wüßten sie damit nichts anzufangen.
Gingen die Jungen dann auf Erkundungstrupp zog der Großteil der Gruppe mit, mind. eines der alten Tiere hielt sich dicht bei ihm auf, alle aufgeregt und vielfach das Geschehen vor dem AQ intensiv ins Auge nehmend. Bei den größeren Neuzugängen konnte ich dies nur im "normalen Bereich" beobachten...man schwamm eben mit, weils zusammen mehr Spaß macht, aber man passte nun nicht mehr auf als sonst.
Nun aber zum eigentlichen Anliegen.. Das jeweilige Jungtier zeigte ein für mich faszinierendes Verhalten: bei Störungen suchte es so schnell wie möglich das nächste Alttier auf und "versteckte" sich dort manchmal regelrecht. Schwamm Seite an Seite dann mit dem Tier weiter, bis sich alles beruhigte, dann löste es sich wieder und ging weiter seiner Beschäftigung nach.
Übertrieben gesagt, hat es mich an junge Wale oder Delphine erinnert.
Anfangs hielt ich dies für einen süßen Zufall. Bei dem ersten Jungtier schrieb ich damals:
In Antwort auf: Ungelogen, sie schwamm meine großen Schmerlen an, wie ein Walbaby, was dicht bei der Mutter bleiben will. Die alten waren etwas überrascht und versuchten durch geschickte Schwimmmanöver das Kleintier wieder abzuschütteln, und wenn es gelang, dann dockte die Kleine sofort bei einer anderen ahnungslosen Schmerle an. Egal ob sidthimunki oder geto....
Nun habe ich dies aber schon bei dem 5. Neuzugang beobachten können, meine Alttiere nehmen diese Kletten nun fast selbstverständlich an. Nach einigen Tagen, wenn sich die Kleinen sicher fühlen ist dieses Verhalten aber nur noch sehr abgeschwächt vorhanden.
Und jetzt wollte ich mal die Sidthimunki-Halter fragen: - habt ihr sowas schon mal beobachten können? - wie geht Eure Gruppe mit einem Neuzugang um?
Oder gibt es darüber irgendwo Berichte?
Ich möchte meinen Schmerlen schon ein sehr intensives Gruppengefühl zuschreiben. Mehr als ich es bei den Prachtschmerlen oder B.geto gesehen habe, daß ist gar kein Vergleich für mich.
Aber kann man tatsächlich in Erwägung ziehen, daß Jungtiere in der Gruppe gezielt "geschützt" werden ?
Hier mal der neueste Zugang... und nein, ich füttere echt nicht viel ... ich weiß nicht woher die großen Biester so dick werden. 
Ich freue mich über jeden sidthimunki Pfleger/ Kenner und dessen Berichte/Gedanken über seine Schmerlen..immer her damit.
Liebe Grüße Verena
freue mich immer über Besuch: http://www.verenas-aquaristik.de
| Angefügte Bilder: |
|
| |