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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 512 mal aufgerufen
  
 Allgemein
Saskia

14.12.2007 16:48
Milchige Wassertrübung Zitat · antworten

Hallo!
Seit etwa 3 Tagen ist das Wasser in meinem Becken milchig-trüb. Wasserwechsel ( mit Zusatz von sera aquatan ) bringen nur für einige Stunden Besserung, danach sieht das Wasser wieder genauso aus wie vorher. Vor ca. 3 Wochen habe ich mein "altes" 80cm- Becken gegen ein "neues" 100cm- Becken ausgetauscht. Allerdings den eingelaufenen Filter, altes Aquarienwasser, sämtliche Einrichtungsgegenstände, Pflanzen, Sand und natürlich die Fische behalten. Leider musste ich bereits nach einer Woche den Filter reinigen weil sich der Durchstrom extrem verringert hat. Über Nacht sozusagen kam dann diese Wassertrübung. Die Wasserwerte sind alle in Ordnung, seit der Neueunrichtung teste ich täglich:
Nitrit: <0,1mg/l ( ist beim Test von Sera die unterste Stufe, allerdings habe ich das Wasser auch nochmals beim Aquaristikhändler testen lassen, hier war Nitrit nicht nachweisbar )
pH: 7,2
KH: 4
GH: 5
Nitrat: 10 mg/l
Den Fischen geht es gut, sie zeigen keine Anzeichen von Krankheit oder Unwohlsein. Ich mache mir aber Sorgen, dass sich dies vielleicht ändern könnte
Beim Stöbern im Internet bin ich auf diverse mögliche Ursachen gestoßen ( Algenblüte, Infusorien usw. ) und genausoviele unterschiedliche Meinungen wie das Problem zu behandeln sei. Ich bin ehrlich gesagt etwas ratlos. Deswegen wollte ich fragen, ob hier jemand vielleicht Erfahrungen mit ähnlichen Problemen hatte oder hat und mir einen Rat geben kann, was ich gegen die Trübung machen kann. Ich möchte ungern irgendwelche "Mittelchen" ins Wasser geben wenn es sich vermeiden lässt.
Das Futter habe ich schon reduziert falls es sich wirklich um eine bakteriell oder durch sonstige Einzeller bedingte Trübung handeln sollte, waren sich in dem Punkt der Futterreduzierung wenigstens alle einig.

LG

Schmerlen-Andy Offline


Beiträge: 1.105
Punkte: 1.113


15.12.2007 14:06
#2 RE: Milchige Wassertrübung Zitat · antworten

Hallo Saskia,
ich nehme mal an du hast schon versucht, das Problem mit kräftigen Teilwasserwechseln zubeheben und das hat nicht funktioniert?
Ich persönlich habe leider keine Ahnung worum es sich handeln könnte, wenn es einfach nur eine Algenblüte ist oder irgendwelche Schwebstoffe im Wasser herum treiben von etwas, das sich auflöst (Kartoffel, verstorbenes Tier wäre eine Möglichkeit für eine Wassertrübung) dann würde ich an deiner Stelle jeden Tag 1/4 bis 1/3 Teilwasserwechsel machen und einen Teil der Filtermasse oder einen kleinen Zusatzfilter mit Aktivkohle bestücken und das so ein paar Tage laufen lassen.
Die Aktivkohle sollte die Trübungen schnell abfiltern.
Wenn es sich um Algenblüte oder Bakterien handelt, könnte ein UV-Filter helfen (würde ich dafür aber nicht extra kaufen!) oder durch Zugabe einer kleineren menge Speisesalz (1 Eßlöffel/100Liter in Wasser aufgelöst und langsam eingerührt) eine Besserung eintreten.
Bakterien mögen kein Salz, eine leichte aufsalzung hemmt das Wachstum und könnte das Problem mildern, deshalb Salz.

Gruss
Schmerlen-Andy
Andreas S. Kinast

Saskia

15.12.2007 20:02
#3 RE: Milchige Wassertrübung Zitat · antworten

Hallo!
Teilwasserwechsel haben nicht funktioniert, es gab eine Besserung für wenige Stunden und danach sah das Becken schlimmer aus als vor dem Wasserwechsel.
Die Schwebstoffe kann ich ausschließen, habe das milchige Wasser in ein Glas gefüllt und ruhig stehen lassen. Es hat sich auch nach Stunden nichts abgesetzt, deswegen gehe ich von irgendwelchen Kleinstlebewesen aus ( wahrscheinlich diese Infusorien ), die sich selbst in der Wassersäule schwimmend bewegen. Leider habe ich kein Mikroskop zu Hause um die Tierchen zu identifizieren.
Meine Fische sind vollzählig, unbemerkt gestorben ist von ihnen keiner. Auch wenn ich gestern Mühe hatte in dem Nebel alle Fische zu finden. Gestern Nachmittag konnte ich die Rückwand nicht mehr wirklich erkennen so trüb war das Wasser . Allerdings ohne Veränderung der Wasserwerte und mit putzmunteren Fischen, die mir die gekürzte Futterration sehr übel genommen haben.
Heute hat sich die Trübung sehr gebessert aber trotzdem danke für den Tipp mit dem Salz. So ganz traue ich der Wasserklärung nämlich noch nicht. Wenn der "Nebel" wieder kommen sollte, werde ich das Wasser mit Speisesalz aufsalzen.

LG

Sandra Offline


Beiträge: 6
Punkte: 6

20.12.2007 11:24
#4 RE: Milchige Wassertrübung Zitat · antworten
Hallo,

ich habe zu dem Salz zwei kleine Fragen.
Stimmt es, dass man nur Salz ohne Jod und Fluor nehmen darf? Ich halte mich stets daran wollte aber nur mal wissen, ob diese Weisheit stimmt.
Zur Menge von Salz also ich mache immer einen Teelöffel auf 10l und komme damit prima zurecht. Ich mache das schon immer in den Eimer rein, wenn ich Wasserwechsel mache. Das Becken läuft schon 7 Jahre so, allerdings lasse ich auch ab und zu das Salz beim Wechsel ganz weg. Wassertrübungen treten nie auf. Neulich hatte ich den Filter vergessen anzustellen, da wurde es über Nacht milchig, aber das ging dann wieder weg nachdem ich etwas Wasser gewechselt hatte.
Ist ein Teelöffel auf 10l zuviel?

Übrigens ist mein GH-Wert deutlich zu hoch, liegt das an dem Salz? Die anderen Werte sind ok.

Danke
Schmerlen-Andy Offline


Beiträge: 1.105
Punkte: 1.113


20.12.2007 17:32
#5 RE: Milchige Wassertrübung Zitat · antworten

Hallo Sandra,
normalerweise macht Jodsalz keinen Unterschied, kann man also auch verwenden - mich würde mal interessieren warum jodiertes Salz nicht gehen sollte, das habe ich auch schon mal gehört, wurde in der NewsGroup aber als Unsinn abgetan.

Die Menge die du nimmst führt dauerhaft zum Aufsalzen des Wassers, da Fische nicht "Trinken" nehmen sie die Flüssigkeit über die Haut auf. Je nach Salzgehalt des Wassers ist das mehr oder weniger Wasser (wie rum weiß ich nicht mehr) aber auf jeden Fall würde ein Salzwasserfisch im Süßwasser (und umgekehrt) nur sterben, weil der Wasserhaushalt des Tieres nicht mehr funktioniert - er würde (so rum) entweder verdursten oder (andersherum) ertrinken wenn er im falschen Wasser gehalten wird.

Wenn du dauerhaft zu viel Salz zugibst, werden deine Süßwasserfische auf Dauer also probleme mit den inneren Organen bekommen, ertrinken bedeutet bei Fischen nicht das die Lungen volllaufen die Fische meistens nicht haben, sondern dass die Organe versagen weil der Wasserhaushalt gestört ist (Leber, Nieren, Magen, Darm)
Ich würde dir empfehlen, ganz langsam immer etwas weniger Salz zu geben - nicht plötzlich aufhören, das wäre nicht gut denke ich mal, lieber schrittweise weniger Salz geben und dann ganz damit aufhören, denn Salz gehört normalerweise nur zur Behandlung ins Aquarium und nicht als dauerhafte Maßnahme.

Und ja, das Salz verändert auch die Wasserchemie, wie weit sich das auf deine GH auswirkt kann ich aber nicht beurteilen.

Weiß zufällig jemand hier wie herum das mit dem Salz und dem Ertrinken richtig ist - zu viel oder zu wenig Salz?

Gruss
Schmerlen-Andy
Andreas S. Kinast

Matty Offline

Guru
Beiträge: 67
Punkte: 67

21.12.2007 13:07
#6 RE: Milchige Wassertrübung Zitat · antworten

Hallo

GH wird von Kochsalz nicht im geringsten beeinflusst, sind die falschen Ionen. Anders schaut es aus bei speziellen (Meer)Salzmischung.

Alle Fische können im Süsswasser "ertrinken", Grund ist die Haut, welche eine semipermeable Membran darstellt: Wasser kann in beide Richtungen rein und raus, Salze jedoch nicht.

Süsswasser hat einen geringeren Salzgehalt als der Fisch, deswegen dringt Wasser ein, der Fisch wird überschüssiges Wasser über die Nieren los. Arbeiten diese nicht (richtig), kommt es zum Symptom der Bauchwassersucht.

Bei Salzwasserfischen ist es andersrum, das Wasser ist salziger. Im Schnitt sagt man 3,5%. Die normale Zelle bzw. Blut weisst einen Salzgehalt von 0,9% auf. Physiologische Kochsalzlösung -> 9Gramm Natriumchlorid auf 1l Wasser. Damit dieses Gefälle ausgeglichen wird, tritt Wasser aus dem Fisch aus. Nur würde der Fisch irgendwann regelrecht austrocknen bzw. er stirbt wenn der Salzgehalt im Körper zu hoch wird. Der Fisch muss also trinken. Damit kommt mehr Salz in den Körper als sie brauchen. Das wird über spezielle Zellen in den Kiemen wieder ausgeschieden, allerdings wird dafür Energie benötigt.

Genauso wie der Süsswasserfisch Energie aufwenden muss, um das eindringende Wasser loszuwerden.

Bei Behandlung von Ektoparasiten bzw. Problemen mit der Schleimhaut macht man sich dieses Phänomen jeweils zunutze. Einzeller bzw. einfache Organismen machen eher schlapp bei ungewohnten Salzgehalt als höhere Organismen, die evtl. Systeme haben um zumindest kurzfristig dieses auszugleiche.

Ausser den Fischorganismus sollte man auch die Pflanzen nicht vergessen. Auch deren Zellen sind auf bestimmte Ionengefälle angewiesen.

Gruss Matty

Happyhessin

01.03.2008 13:49
#7 RE: Milchige Wassertrübung Zitat · antworten

Ich hatte das Problem auch schon mal, da hab ich Wasserwechsel, Mulm absaugen und Filter sauber machen an einem Tag gemacht (weiß das man das nicht machen soll!) und dann hatte ich das Problem, in einem anderen Becken hatte ich das auch schon mal da kam es einfach so. Bei beidem hat ein 80% Wasserwechsel geholfen, dann war es weg, denke es war eine bakterielle Trübung. Mit dem Salz da würd ich nicht rumexperimentieren hab da keine guten Erfahrungen damit gemacht.

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