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Hallo!
Kann mir jemand Tips geben, wie ich meine Schmerlen zum Ablaichen 'überreden' kann?? Ürsprünglich habe ich mich ja damit angefunden, das man diese Tiere nicht vermehren kann - jedenfalls laut Literatur - bis zu den jüngsten Ereignissen in meinem Aquarium..
Ich habe zwei Schmerlen mit deutlichem Laichansatz. gerne hätte ich schon früher davon berichtet, aber mit der Anmeldung im Forum wollte ich noch warten, bis meine Prüfung vorbei ist (war heute), damit ich auch noch ein bißchen lerne..
Also nun mal von vorne:
Ich halte eine Gruppe Botia Macracanthus (mit neuen Namen tu ich mich schwer!) und noch ein paar andere Schmerlen Arten, sowie 'schwimmende' Fische, in meinem 300l Becken. Der erfahrende Schmerlenhalter möge an dieser Stelle aufschreien: Das ist viel zu klein! Weiß ich. Um so erstaunlicher ist es ja, das die Schmerlen ein solches Verhalten zeigen! Das gilt im Übrigen auch für alle anderen Fische: Fadenfische, Sumatrabarben und evtl noch die Schachbrettschmerlen. Alle Tragen Laich. Angefangen hatte es vor vielen Jahren mit einem 600l Becken, das ich leider bei einem Umzug nicht mitnehmen konnte, weil der Boden nur eine halbe Tonne tragen konnte (wer kurz nachrechnet, kommt bei 600l auf fast eine Tonne). Damals mußte ich viele Schmerlen weggeben, vor allem die Größeren. Bedauernswerter Weise sind alle(!) gestorben. Obwohl ich sie in Gruppen weggegeben habe und die Becken groß genug waren, etc. Sie alle in dem kleinen Becken zu halten, war nicht möglich. Das konnte ja niemend voraussehen. Für das kommende Jahr steht wieder ein Umzug an. Dann dachte ich ca. 1000l. Aber soweit ist es ja leider noch nicht. An dieser Stelle verzichte ich darauf den Leser mit meiner Lebensgeschichte aufzudrängen. Das würde nun wirklich den Rahmen sprengen..
Nun endlich zu der aktuellen Situation. Um es für den Leser leichter zu machen, nenn ich sie mal beim Namen: Vierstreifen-Schmerlen (weil vier Streifen:), hat seit ca. mitte Oktober einen 'Bauch'. Da sie die zutraulichste im Becken ist, war das nicht weiter schwer zu festzustellen. Bauchpunktschmerle (vierter Streifen im Ansatz von unten) ist deutlich kleiner mit ca. 15 cm und auch recht scheu, so dass ich anfangs gar nichts bemerkt habe. Ihr Bauch ist mittlerweile so riesig, das ich mir mittlerweile schon Sorgen mache.. Darauf gekommen bin ich, weil die Schmerlen ihr Verhalten geändert haben und, wie gesagt, die Bäuche immer dicker werden.
Um Überfütterung handelt es sich nicht - ich weiß wie das aussieht.
Ganz ehrlich: Ich tu mich etwas schmer mit der Erkennung der Geschlechter und leite dies hauptsächlich aus dem Verhalten ab.
Da wäre noch Hank, mit Vierstreifenschmele zählt er zu den größten (<20 cm - also nicht mal wirklich so groß). Jedesmal wenn die beiden schwimmen 'klebt' er förmlich an ihnen. Auch die kleineren - ich geh mal davon aus, das es sich auch um Männchen handelt - stupsen diese beiden immer an die hintere Bauchflosse (=Afterflosse? bin kein Experte für Anatomie).
Eine wirkliche Hirarchie, wie es in manchen Büchern beschrieben wird, haben sie nicht. Im Gegenteil: sie sind sehr sozial. Eben das hat mich immer so an den Schmerlen fasziniert. Also die meisten Schreiben ja, das immer erst die Großen fressen usw.
Ich habe die Berichte auf der HP aufmerksam gelesen und auch schon einges getestet: - Viele viele Wasserwechsel mit frischen kalten Leitungswasser - früher habe ich es immer aufgewärmt - 'Regendüse' = plätschern von oben - Umgestaltung des Beckens, wobei ich die Höhlen aus Bambusröhren immer so belassen wie sie sind, weil die Schmerlen da wirklich sehr empfindlich sind. Aber neue Röhren habe ich hineingetan und große Pflanzen, die 'Schatten' bieten. Bauchpunktschmerle wohnt übrigens als Einzige, soweit ich weiß, in dieser Welshöhle unter einem Bau aus Schiefernplatten ('umfallsicher' verklebt) - Wasserwerte senken - ganz langsam über Wasserwechseleimer. Leider chemisch, weil ich nicht über entsprechende Geräte verfüge und die auch erst frühestens nächstes Jahr kaufen kann. GH von 15 auf 9 Ph schon länger auf 7 von vorher 7,5 und zwar seit der BioCO2-Anlage, Erlenzäpchen und Eichenblätter (Druckgas hatte ich früher in dem großen Becken, aber den Dingern trau ich nicht recht..) - Temperatursenkung: bisher 27/28 grad Celsius, jetzt 25/26. Direkt nach Kaltwasserwechsel bis 22 runtergegangen. -Lichtdauer verlängert auf 11,5 und steigend. Bisher habe ich im Winter immer kürzer eingestellt, wegen der Jahreszeiten, bis ich herausgefunden habe, das das wohl im Herkunftsland genau andersherum läuft. - viel viel gemischtes Frostfutter, manchmal auch lebend und das zwei mal am Tag vorher hauptsächlich täglich Flocken und Tabs, sowie alle zwei Tage rote Mückenlarven Gurke und anderes Gemüse steht eigentlich immer zur Verfügung
das wars
Ich danke dem Leser, der bis hierher die Disziplin aufgebrach hat.
So, nach diesem wirklich ausführlichen Bericht, zu meiner Frage: Hat hier jemand Tips und Tricks was ich noch tun könnte?
Auch wenn es in der Schmerlenzucht nicht unbedingt Erfahrungswerte gibt (Hormonspritzen kommen nicht in Frage), kann es doch sein, das jemand etwas über die Zucht von Fischen mit ähnlichen Bedürfnissen weiß. Hoffe ich jedenfalls. Oh, und diese auch mit der allgemeinheit teilen möchte.
Sicher könnte ich auch warten bis ich ein größeres Becken habe und die ganze Aktion wiederholen (sollte möglich sein, da ich ein Fisch-Tagebuch führe), aber 1. sammelt man so keine Erfahrungswerte, 2. tragen die beiden jetzt Laich und ich mach mir wirklich sorgen, da ich gehört habe, das Fische irgendwie an einer Verhärtung des Bauches sterben können und 3. ist es noch nicht so weit (Geduld ist nicht meine größten Tugenden) und 4. überhaupt wäre es einfach schön.
Ach und zu letzt: Nein, ich bin nicht vor einer Woche hier eingezogen! Und: Ich habe ein zweites (mein altes) Becken hier aufgestellt, weil ich vorhatte die kleineren Schmerlen aus dem stark überbesetzten Becken herauszufischen - was an sich schon kein leichtes Unterfangen ist.. Sollte ich das jetzt lieber bleiben lassen, um die Schmerlen nicht unnötig aufzuregen? oder gerade, um ihnen so richtig Streß zu machen - wie es ja hier empfohlen wird?
Ich hoffe auf zahlreiche Antworten und viele gute und weniger gute Tips - und natürlich nix, das unters Tierschutzgesetz fällt! Versteht sich von selbst:)
Das ganze ist jetzt zwar ein bißchen länger geworden und so viele Fragen auf einmal - ich hoffe, das sich niemand gelangweilt hat.. und das noch andere Interesse an dem Thema haben.
Vielen vielen Dank schon mal im Voraus!
Viele Grüße
Ela - aus Berlin übrigens
PS: Gedachte es auch noch in anderen Foren zu versuchen. Irgendwelche Empfehlungen? Ja, ich weiß, das hier ist das beste. Ich hab auch wirklich schon hilfreiche Infos hier gefunden. Es kann trotzdem nicht schaden mehrere Meinungen einzuholen, oder doch? Und: Ich kann mich nicht erinnern jemals was in ein Forum geschrieben zu haben (gehöre eher zu den Lesern). Also wenn was unverständlich sein sollte und nicht irgendwelchen Regeln entspricht: Konstruktive Kritik ist wilkommen. Hoffe ich habe zumindest den richtigen Ort für diesen Beitrag gefunden..
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