ich habe mir in den Kopf gesetzt, mal eine Schmerlenart professionell zu züchten, d.h. also keine Zufallsergebnisse zu erzielen, sondern wirklich herauszufinden, wie die Tiere zum Ablaichen zu bewegen sind. Ich hatte da so an Botia striata gedacht.
Ist das realistisch oder kann man der allgemeinen Meinung glauben "Schmerlen kann man nicht züchten" (sagte man das nicht einst auch bei den ganzen L-Welsen, die es jetzt überall gibt...)?
Hat schon jemand diese Art gezüchtet und kann mir etwas über das Ablaichverhalten sagen (Freilaicher, Höhle etc.)?
Hallo Meeki, grundsätzlich ist das möglich, eine Anleitung gibt es meines Wissens nicht. Ein reines Artbecken ist aber schon mal Vorraussetzung für den Versuch. Wie weit warst du denn mit deinen Überlegungen bis jetzt, beschreib mal wie du das Becken dafür einrichten willst und was du versuchen willst, um das Ganze in Schwung zu bringen. Gruss Schmerlen-Andy Andreas S. Kinast
danke für die schnelle Antwort! Du kennst mich übrigens noch von früher; du hast mal ein paar Makropodennachzuchten bei mir abgeholt, wenn ich mich richtig erinnere.
Tja, also ich hab mir da so vorgestellt: Ich möchte etwa 10 Botia striata in ein Aquarium 90 x 45 x 40 einsetzen; eine Seite ist komplett mit einer 10 cm Schaumstoffwand ausgefüllt, an der 2 oder 3 Luftheber ordentlich laufen, so dass das Aquarium mit etwa 400 l pro Stunde gefiltert wird. Die Luftheber sorgen zusätzlich für viel Sauerstoff.
Mit der Einrichtung bin ich noch unschlüssig; daher die Frage nach dem Ablaichverhalten. Grober Kies - feiner Sand - gar kein Bodengrund? Höhlen, Bepflanzung, Schwimmpflanzen?
Mein Wasser hat normalerweise einen pH-Wert von 6 - 6,5; dGH 12°, KH fast 0. Allerdings ist es Brunnenwasser, daher ist der Nitratwert von den umliegenden Feldern auf 100 mg/l; wer weiß, was da sonst noch drin ist. Allerdings züchte ich darin schon seit Jahren erfolgreich Malawis und Tanganjikaseebuntbarsche, früher auch alles mögliche andere.
Anfangen wollte ich dann ziemlich bald, also in den nächsten 2 Wochen, damit ich die Tiere schnell heranfüttern kann und eine Eingewöhnungszeit vorhanden ist, bevor Herbst ist, falls die Tiere laichzeitabhängig sind.
Hallo zurück, das war in BS richtig? Auf deinen Namen komme ich auch noch, war ungewöhnlich das weiß ich noch Hast du noch Macropoden abzugeben? Hätte mal wieder Bedarf... Aber jetzt zurück zur Frage... ich würde feinen Sand nehmen, viele Ziegelrohre oder andere Höhlen bauen und Steinplatten drüber legen. Das Ganze würde ich mit der am boden kriechenden kleinblättrigen Anubias überwuchern lassen, darin halten sich meine Zebras am liebsten auf. Das AQ würde ich vom Licht her hell gestalten, dabei aber darauf achten das es an der Wasseroberfläche schattige Stellen besonders am hinteren Rand gibt, also wie überhängende Blätter am Ufer die ins Wasser fallen. Zum Jahreszeitlichen Laichvorgang wäre es interessant zu wissen, wann genau dort der Monsunregen ist. Das zu simulieren dürfte nicht schwer sein, schlammiges gelbes weiches Wasser zu erzeugen ist recht einfach Ganges und Nebenflüsse sollen ziemlich stark verschmutzt sein, in wie Fern das auf den tatsächlichen Lebensraum der Tiere zutrifft weiß ich zwar nicht, vielleicht wäre es aber besser das Wechselwasser erst mal durch einen Nitratfilter zu jagen.
wie gesagt, ich züchte seit Jahren Malawis und Tanganjikabuntbarsche; Makropoden sind leider aus Mittlerweile habe ich auch die Berichte über Botia striata gefunden.
Kleine Kritik: auf der linken Seite funktioniert die Auswahl der Arten nicht zuverlässig; hatte mich schon gefragt, wofür das dient. Findet man dann den Bericht, kommt man per Klick auf deinen Namen auf einen weiteren Bericht. Außerdem existiert einer unter dem Zuchtprojekt, aber klickt man da auf den Namen Botia striata, kommt man zu Gyrinocheilus aymonieri...
Deine Einrichtungsvorschläge hören sich ganz sinnvoll an. Was hälst du von der starken Strömung? Ist bekannt, ob die Tiere Laichräuber sind?
Hai, schade das mit den Markopoden ... Bei den Zebras ist eine starke Strömung nicht notwendig denke ich, sie schwimmen zwar auch gern mal gegen den Filterauslauf an, machen das aber nicht so oft und ausdauernd wie die Prachtschmerle an sich.
die Sache mit der Kritik...kann ich irgendwie nicht nachvollziehen, am besten du beschreibst mir das noch mal per E-Mail genau, von hier aus und von 3 verschiedenen anderen Rechnern via Internet funktioniert das vollig normal. Gruss Schmerlen-Andy Andreas S. Kinast
ich habe heute den ersten Versuch unternommen, Zuchttiere zu bekommen. Leider ohne Erfolg, weil die verfügbaren Tiere sehr klein, etwa halbwüchsig, waren und recht mager aussahen. Ich hatte von früher noch größere und gut konditionierte Tiere in Erinnerung.
Moin, tja ich habe zwar mindestens 3, wahrscheinlich sogar noch alle 5, aber davon trennen möchte ich mich nicht ;) In den nächsten Tagen werde ich das Aquarium neu einrichten und dabei mal eine Zählung veranstalten, mal sehen wieviele es tatsächlich sind. Große Tiere findest du beim Händler eher nicht, private Züchter oder auf Tauschbörsen sind da eine bessere Lösung - aber das weißt du ja