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Hallo Manuel, Duze mich mal ruhig, das machen Aquarianer untereinander so, uns verbindet ja das gleiche Hobby, da ist man "lockerer" im Umgang.  So, mal gucken, ob ich alle Deine Fragen beantworten kann. Zuerst einmal solltest Du herausfinden, was die normalen Werte des Wassers in Deiner Stadt/ Wohnteil sind, sprich, welche Werte das Wasser vor der Hausanlage hat. Und ob Du die Möglichkeit hast, Wasser abzunehmen, bevor es behandelt wurde. Mag vielleicht etwas umständlich sein, aber dann bist du erst mal auf der sicheren Seite, was die Wasserqualität angeht. Du weißt, welche Verhältnisse dort vorliegen und kannst dementsprechend mit arbeiten. Bei dem aufbereiteten Wasser mußt Du momentan raten, aus welchen Bestandteilen es sich zusammen setzt. Die Wasserwerte erfährst Du von Deinem Anbieter. Entweder per Mail, oder vielleicht über die Internet-Seite der Firma. Die Trinwasseranalyse ist hier der Schlüssel. Wasser sollte ersteinmal gewechselt werden, bis es wieder die Ausgangswerte des Leitungswassers hat. Ist ja etwas Schwierig momentan bei Dir, daher rate ich an, ersteinmal die Wasserwechsel einzustellen und so schnell wie möglich die fehlenden oben angesprochenen Infos zu besorgen. Zu Deiner Fischfrage... Ja, es ist nicht unwichtig, welcher Fisch in welchem Wasser schwimmt. In der Natur gibt es unterschiedliche Wassertypen, Härten, Temperaturen....all dies führte dazu, daß sich Fische aus bestimmten Regionen dem angepaßt haben, und der Organismus bestimmte Wasserbedingungen braucht, um Gesund zu bleiben. Stichwort ist hier Osmose. Lies mal hier nach: http://www.drta-Archiv.de/wiki/pmwiki.ph...smoseregulation Fische brauchen also eine bestimmte Wasserbeschaffenheit, um gesund und munter zu bleiben.  Natürlich sind auch bei manchen Fische die Toleranzgrenzen sehr hoch, einige Nachzuchten "angepaßter", aber man kann dies nicht einfach auf alle Arten übertragen. Manche Zwergbuntbarsche zum Beispiel leben nicht lange in härterem Wasser ( z.B.der Schmetterlingsbuntbarsch I, M. Ramirezi, St einer dieser spezialisierten Fische), andere dagegen fühlen sich dennoch recht wohl (z.B. Kakaduzwergbuntbarsch). Hier sollte man immer Aquarianer suchen, die sich am besten auf gewisse Fischarten spezialisiert haben, und daher vertrauenswürdige Auskünfte geben kann. Leider platzt das Internet fast vor (Aquarien)Foren, aber die meisten sind qualitativ nicht gut, wenn auch gut besucht. Dort wird aber oft nicht auf die Bedürfnisse der Fiche eingegangen, weil a) das Wissen einfach fehlt b) man ja dem anderen nicht den "Spaß" verderben will Ich kenne nur höchstens ein Handvoll, die ich auch weiter empfehlen würde. Wichtig ist immer: mehrere Quellen abchecken, nicht nur auf eine Person vertrauen, es sei denn, man weiß, sie ist wirklich kompetent. Was heißt das nun...  Das bedeutet, daß Du eigentlich sehen mußt welches Wasser Du hast, welche Temperaturen Du haben willst ( manche wollen z.B. keine Heizung drinnen haben, wegen den Kosten), ob viele Pflanzen, oder mehr Steinaufbauten, ob Sand oder Kies, wieviel Platz... Dann guckt man, welche Fische dazu passen und sucht sich welche aus. Oder aber man möchte unbedingt bestimmte Fische pflegen, und paßt alle Parameter an, sprich die Beckengröße, Einrichtung wird darauf abgestimmt und auch die Wasseraufbereitung korrekt durchgeführt (dem Wasser Härtebilder und Salze entzogen, nicht umgeschichtet, bzw. Das Wasser aufgehärtet ,wenn zu weich).
Prachtschmerlen und Salmler wollen eigentlich weiches Wasser. Ganz allgemein, sollte 10 gh nicht überschritten werden, die Kh sollte dabei so niedrig sein, daß der Ph unter 7 bleibt. Dennoch sollte man sich für jede Art separat erkundigen, es gibt auch Schmerlen oder Salmler, die hartes Wasser bevorzugen... Mollys brauchen es hart, oft sogar mit etwas Kochsalz, damit sie sich richtig wohl fühlen. Bei ihnen ist der Segelkärpfling mit eingekreuzt, dieses ist eigentlich ein Brackwasserfisch, sprich er lebt in Wasser mit hohem Salzanteil. Je nachdem wieviel Segelkärpfling nun vererbt ist, ist das Bedürfniss nach hartem/ salzhaltigem Wasser. Leider sieht man es den Tieren nicht einfach an, was sie denn nun brauchen. Also Salmler, Prachtschmerlen und Mollys ist fast immer eine schlechte Zusammenstellung. Guck mal hier, dort habe ich mal einige Begriffe auf meiner Homapage zusammengefaßt, vielleicht beantwortet Dir das noch einige Fragen. kleine Wasserkunde Es ist also gar nicht so einfach einen passenden Besatz zu finden. Neben den Bedürfnissen der Wasserbeschaffenheit spielen ja auch noch weiter Aspekte eine Rolle. Ich zähle mal die Fische auf, die Du hattest: 4 Mollys: hartes Wasser, warm , ab 200 Liter 17 Neons: weiches Wasser, einfache Neons brauchen es sehr kühl ( 22-24 Grad), rote Neons warm ( ab 26 Grad) 12 diverse Salmler: kann ich leider nix zu sagen, man bräuchte die Arten. Wohl fühlen sich Salmler nur unter ihres gleichen, niemals gewollt einfach einen bunten Schwarm zusammenstellen. Hier zählt, bis auf ganz wenige Ausnahmen: je mehr von einer Art, je besser. 3 Dornaugen: (welches genau?) weiches Wasser, vorwiegen kühl ( unter 25 Grad), das Zimtfarbene verträgt auch höhere Temperaturen, Sandboden sollte da sein, mindestens 5 Tiere, besser wären 10, sind sehr gesellig, brauchen Röhren und flache Höhlen 2 Rüsselbarben: weiches Wasser, Temp. oll ab 26 Grad gehen, die Tiere sollten eigentlich im Trupp gehalten werden ( ab 6 Tiere), werden recht groß und benötigen daher viel Platz. Einzelgänger, bzw. Tiere in zu kleinen Gruppen werden wohl oft aggressiv, viel pflanzliche Nahrung 1 Fransenlipper:habe ich leider gar keine Erfahrung, außer das ein damals übernommenes Tier absolut unverträglich war. 3 Prachtschmerlen: weiches Wasser, warm ( ab 26 Grad), Gruppentiere, mindestens zu 6. Pflegen. Sie werden sehr groß ( mind. 20 cm), daher ist eine Haltung unter 500 Litern nicht zu empfehlen. In kleineren Aquarien kümmern sie oft, wachsen nicht voll aus. Eine Schande, daß sie als Schneckenvertilger verkauft werden. Schnecken bekommt man auch so wieder weg, aber der Händler wittert Geld.  Du siehst, einiges harmonierte auch so nicht. Für ein Eckbecken mit 220 Litern war der Besatz eigentlich sehr unpassend. Alleine die Schmerlen wären dort nicht gut aufgehoben, zusammen aber mit anderen raumbedürftigen Tieren, wie den Fransenlipper und die Rüsselbarben, war es absolut überbesetzt. Ein schöner Schwarm, einige Bodenfische ( kleine Schmerlen, Panzerwelse, Welse) und ein paar Oberflächenfische, dann wäre das AQ schon ausgereizt. Man möchte den Tieren ja auch mal die Möglichkeit gönnen sich zurückzuziehen. Das Verhalten ist dann auch ganz anders, wenn die Tiere Raum für sich beanspruchen können, sie entfalten sich regelrecht. Bei zu stark besetzten Aquarien geben sie meist auf, stumpfen oft ab. Wichtig ist nun aber ersteinmal herauszufinden, was es mit dem Wasser auf sich hat. Davon hängt im Prinzip das gesamte Hobby. Hast Du das geklärt, dann kann man von "vorne" Anfangen und einen schönen Besatz zusammenstellen, der Dir und auch den Fischen gut gefällt. So, ich hoffe, ich war nicht zu hart, daß ist nicht meine Absicht.  Ich möchte Dir die Aquaristik nicht vermiesen, im Gegenteil. Ich habe auch am Anfang viel verkehrt gemacht, mußte lernen und ich bin froh, daß ich damals auf meine Fehler gestoßen bin/wurde... Die Aquaristik, welche ich nun betreibe ist wesentlich schöner, aufregender und auch lehrreicher.  Liebe Grüße Verena
freue mich immer über Besuch: http://www.verenas-aquaristik.de
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