ich betreibe schon länger eine Seite über die Zucht bei Dornaugen.
In diesem Zusammenhang scheinen sie die nötigen Umstände immer klarer abzuzeichnen, was ich hier gerne beschreiben möchte.
Vor allem auch weil ich es zu allermindest für möglich halte, dass ähnliche Bedingungen auch für andere Schmerlen zur Zucht nötig sind und eventuell nur deshalb viele schmerlen noch nie gezüchtet wurden.
Um nicht alles noch einmal schreiben zu müssen kopiere ich ma die wichtigten Schilderungen hier her.
In Antwort auf:
Hallo,
der Eine oder Andere hat meine Datensammlung und Schlussfolgerungen zum Thema Dornaugenzucht ja vielleicht schon mal durchgelesen.
In den letzten Wochen ergaben sich dazu neue Beobachtungen und wie ich denke und hoffe auch neue wichtige Erkenntnisse.
Gestern fand ich endlich Zeit meine HP auf der Dornaugenseite zu aktualisieren und kopier hier mal das wichtigste rein:Zitat:
Neueste Erkenntnisse und Theorien ! (16.05.2005)
Durch erneute Todesfälle bei hochträchtigen Weibchen verschiedener Halter ergab sich in den letzten Wochen wieder einmal ein reger Gedankenaustausch mit einigen Dornaugen-Haltern auf der Suche nach den möglichen Ursachen.
Die Wichtigkeit des groben Geröllbodens hatte ich ja schon länger erkannt und propagiert. Jedoch die waren Hintergründe und Zusammenhänge hatte ich mangels Ablaichbeobachtungen nie wirklich durchschaut und konnte diese bisher nur vermuten.
Hiezu konnte Alexandra Behrendt mit ihren wiederholten Beobachtungen des Laichakts nun endlich entscheidene Hinweise und Zusammenhänge liefern.
Ihre Dornaugen waren ganz offensichtlich nur durch mechanische Hilfe, in Form von engen Spalten in der Einrichtung, in der Lage ihre Eier abzustreifen. Beforzugte Hilfsmittel der Tiere waren Geröllaufbauten und enge Spalten zwischen Aquariumscheiben und Technikeinbauten. Ihre Tiere quetschten sich mit grosser Anstrengung durch diese schmalen Zwischräume und streiften dabei ihre Eier gezielt ab. Das Männchen folgte und umrundete dabei das Weibchen nach Möglichkeit und versuchte dabei die Eier zu befruchten.
Die weiblichen Tiere waren danach sehr erschöpft und hatten bei diesem Laichakt offensichtlich alle Energie und Reserven verbraucht. Das erklärt auch warum Weibchen, die mangels Ablaichgeröll oder ähnlichem, den idealen Ablaichzeitpunkt schon deutlich überschritten haben verstarbe. Sie hatten offensichtlich nicht mehr die Energie die Eier, im zu spät eingebrachten Ablaich-Geröll, mit eigenen Kräften los zu werden.
Diese Beobachtungen und Schlussfolgerungen deken sich nun wunderbar mit den bisherigen Erkenntnissen und scheinen das Mosaik der Nachzucht-Erfordernisse zu ergänzen. Denn wie bei Alexandra Behrendt, quätschten sich auch bei Joachim Laufer die Dornaugen durch den sehr groben Geröllboden und gelangten bei Ihm zur Eiablage in den von unten offenen Innefilter mit Lavageröll-Füllung. Oder bei Sebastian wo die Tiere sofort nach dem Umsetzen in ein Becken mit sehr grobem Kies ablaichten (siehe Jungfischbilder unten). Oder Andrea ... und Barbara ... bei denen die Tiere offensichtlich im Gesteinshaufen eines Grottenpuzzles trotz aller Scharfkanntigkeit ablaichten. Evelyn Veichtlbauer, die ihr schon stark geschwächtes, hochträchtiges Weibchen retten wollte, konnte zusätzlich die erforderlichen Kräfte bestätigen, die nötig sind, die Eier aus dem Körper zu streifen.
Somit sind meine Befürchtungen, ob die Weibchen überhaupt in der Lage ist, die Eier ohne Paarungsakt, also einem paarungsbereiten Männchen abzugeben, scheinbar nicht wirklich, oder zumindest nicht allein entscheident und tragen zur Gesamtanforderung höchtesn noch zusätzlich bei. Demnach sind engspaltige Gesteinshaufen, oder grobe Geröllböden mit engen Spalten zur mechanischen Ausstreifung der Eier der entscheidende Faktor zum Zuchterfolg, ja sogar zum Überleben der trächtigen Weibchen zwingend erforderlich.
Was ich zum Thema Dornaugen sonst noch so zusammengetragen habe und welche Schlüsse ich daraus ziehe könnt Ihr hier noch vollständig lesen:
http://www.oyla.de/cgi-bin/designs/stand...47&starteintrag=
Falls der Link wieder nicht funzt:
http://www.christmann.de.tt / dann auf Aquaristik / Dornaugen Bruthöhle /
Ich weiss, dass doppelt setzen von Themen in verschiedenen Foren bei manchen Leuten Ärger auslöst. Das ist nicht meine Absicht, aber ich sags gleich mal vorweg, dass ich das in diesem Fall machen werde, um möglichts viele Dornaugenhalter zu erreichen.
Kein Grund zum Ärgern hoffe ich
Robert
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Hallo Manuela,
also das mit dem Bachbecken wäre natürlich perfekt. Übrigens für die meisten Schmerlen, die in ruhigen Sandbecken eigentlich nicht ideal gehalten werden. Olaf Deters wollte sowas mal in Angriff nehmen. Ich denke das wäre wohl die Einzige Methode wo ich den Nachwuchs als sicher bezeichnen würde, eventuell auch für andere noch nie gezüchtete Schmerlen. Wer weiss womöglich sind die auch wegen der fehlenden Geburts-Helfer-Steinhaufen noch nie gezüchtet worden.
Auch die interessanten Flossensauger und viele Welsarten stammen in wirklichkeit aus zügig fliessenden Bächen mit Geröll. Also Besatz gäge es dafür mehr als genug.
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Hallo Eva,
ja der Erfolg bei Evelyn, Andrea und Barbara die alle das Grottenpuzzle aufeinander geschichtet hatten, zeigt, dass das schon was ideales hat. Ungewühnlich ist dabei, dass Steine in Bächen in der Natur in belebten Regionen immer rund sind. Zwischen solch unregelmässigen und kanntigen Steinen varieren aber die Spalten-Breiten und Formen sehr viel stärker, als zwischen runden Steinen. Dass könnte des Rätsels Lösung sein.
Die Schuppenlose zähe Haut der Schmerlen ist für scharfkanntige Steine offensichtlich viel unempfindlicher als die anderer Fische. Wenn die Haut nach dem Laichakt etwas ramponiert aussieht, schadet ihnen das offensichtlich nicht wirklich. Bei Joachim bohrten sie die Tiere durch den groben Kies von unten in den Innerfilter, der mit Lavageröll gefüllt war und laichten dort ab. Als sie nach Tagen wieder heraus kamen waren sie schon abgeschürft, aber das machte keine Probleme.
Somit muss ich nach dem Stand der Dinge sagen, dass ein aufgehäuftes Grottenpuzzle wohl der einfachste Weg ist für die nötigen Bedingungen zu sorgen. Der Platzbedarf ist auch nicht grösser als von einem Blumentopf. Und so wie bei mir, könnte man es auch prima unter einer Peliamatte verstecken.
Um die Zahl der überlebenden Jungfische zu steigern sollte man in der Brutzeit den Sauerstoffgehalt ein wenig steigern. Strömung und grosse WW steigern die Laichbereitschaft und lösen kombiniert mit üppiger, abwechslunsreicher Fütterung den Laichansatz (Frost und Lebendfutter).
Wichtig wäre es wenn Ihr bei ERFOLG SO GENAU WIE MÖGLICH die Umstände schildert wie der Verlauf war. Auf diese Weise wird der Bild der nötigen Vorbereitungen immer genauer, bis die Zucht ganz gezielt und problemlos möglich wird.
Mein Gedanke, dass die Ablaichhilfe duch Steinaufbauten womöglich auch die Lösung für viele andere Schmerlenarten sein könnte drängt sich mir auch immer mehr auf und ich werde das mal im Schmerlenforum berichten.
Robert