Ich hab mich in der Seite neu eingeloggt, da ich ebenfalls seit neuem Prachtschmerlen und Sternchenschmerlen halte. Am Anfang muss ich aber erst die Geschichte erzählen, wie es dazu gekommen ist. Ich und meine Freundin sind vor 3 Monaten zusammen in eine neue Wohnung eingezogen. Der Vormieter war im Besitz eines Aquariums und wollte es nicht mehr, da haben wir uns prompt entschieden es zu übernehmen. Allerdings war es damals mehr ein Biotop als ein Aquarium, da er seit min. 6 Monaten keine Wasserpumpe mehr benutzte und wahrscheindlich nur alle 2 Wochen Wasser nachgefüllt hat. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Erfahrung mit der Aquaristik. Also, zuerst haben wir das gesamte Becken gelehrt und neu eingerichtet, aber alle Fische behalten. Zum Besatz gehörten: ca. 50! Guppys, 1! Prachtschmerle ca. 8cm, 1 Feuerschwanz ca. 15cm, und ein L168. Nun, da ich noch gar nichts von Fischen wusste, begann ich mich schlau zu machen. Ah ja, das Becken ist übrigens nur ca. 160 Liter gross! Und den Nitritpeak konnten wir mit Notwasserwechseln bewältigen! Auf jeden Fall hab ich mir vorgenommen ihnen das Leben zu verschönern. Also, zuerst mal Guppys weggegeben, danach fanden wir einen Platz für den Feuerschwanz in einem 10000Liter Becken im Tierpark! Der Prachtschmerle haben wir zwei Junge dazugesetzt fürs erste, da ich fest entschlossen bin bald ein grösseres Aqua zu kaufen! Dann haben wir noch zwei Botia Kubotais gekauft, welche sich trotz kleiner Stückzahl sehr wohl zu fühlen scheinen (Schlecht beraten worden). Danach bekamen sie wahrscheindlich das erste mal in ihrem Leben ausgewogene ernährung, Rote Mülas, div. Gemüse usw. Soweit so gut, jetz habe ich aber das Gefühl dass die grosse Prachtschmerle irgendwie unzufrieden ist, da sie in letzter Zeit sehr oft mit schreckfärbung zu sehen ist, vorallem wenns ums essen geht. Manchmal sitzt sie vor der Scheibe ganz blass und wenn ich dann zu ihr gehe wird sie ganz schnell wieder satt in der Farbe. Klar, das Becken ist viel zu klein und sie ist mit den kleinen alleine, aber es hat erst vor kurzem angefangen. Sie soll jetzt etwa 4 Jahre alt sein. Meine Frage: Bedeutet die blasse färbung dass es ihr schlecht geht oder muss es nicht unbedingt ein schlechtes zeichen sein? Ansonsten hat sie nähmlich immernoch eine schöne satte, klare Färbung! Und was könnte ich für sie tun, ausser einem grösseren Becken natürlich? Und kennt sich jemand mit den Kubotais aus?
Hallo Thomas, nette Geschichte mit dem "Biotop" des Vormieters Die Prachtschmere wird wohl längere Zeit keinen Artgenossen gesehen haben und ist jetzt mit den neuen Artgenossen noch nicht ganz auf Du und Du, kann sein das sie sich erst wieder daran gewöhnen muss mit Artgenossen klar zu kommen und deshalb manchmal generft ist. Stell dir vor, du wärst ab morgen Kindergärtner und müsstest 20 Zwerge unter Kontrolle halten Was Gutes kannst du ihr tun, indem du soweit noch nicht geschehen ein paar nette Versteckplätze einrichtest und dann so wenig wie möglich in dem Becken herum hantierst, denn wenn ein Tier schon gestresst ist, bedeutet jeder Eingriff in das Becken noch mehr Stress... Sonst fällt mir nix ein, ausser vielleicht die Wasserwerte zu kontrollieren und für regelmäßigen Teilwasserwechsel zu sorgen. Gruss Schmerlen-Andy Andreas S. Kinast
Ja da hast du wohl recht Es wahr schon lustig zu beobachten wie sie reagiert hat als wir die kleinen Raker ins Aquarium entliessen! Anfangs wahr sie total verwirrt aber schon am Tag darauf sah ich sie zusammen umherschwimmen Zu den Versteckplätzen, ich habe ihr eine grosse Bambusröhre eingesetzt welche sie auch gleich in beschlag genommen hat. Ausserdem hats eine Ruine welche hinter Pflanzen versteckt liegt, da schläft sie auch manchmal. Dann hats noch ne Wurzel, welche jedoch vom Wels behaust wird und eine kleine Tonhöhle die aber nicht so interessant zu scheinen mag. Kann es sein dass sie quasi eifersüchtig ist auf die kleinen da sie selber wahrscheindlich eine schlechtere "Kindheit" hinter sich hat? Ich meine jetzt werden sie vorallem beim essen verwöhnt, was sie sicherlich nie wurde! Und noch eine brennende Frage: Wie viel fütterst du deine Schmerlen? Also wie viel am Tag und wieviele Pausen machst du dazwischen? Möcht sie natürlich nicht überfüttern, allerdings sollen sie ja auch robuster sein wenn sie nicht am verhungern sind Sie lieben Gurken, Zucceti, Peperoni und, bei Teigwaren flippen sie aus! Weiss zwar nicht obs gesund ist, aber sie fahren drauf ab!
Die Wasserwerte sind folgende: PH 7,5 / GH 14 / KH 10 / Nitrit 0 / Nitrat ? / Temp. 28 Grad (Hab die Temperatur wegen dem Wels erhöht) Der PH könnte tiefer sein oder? Aber wie mach ich dass ohne CO2 oder Osmosewasser?
ich glaube nicht das sie so was wie Eifersucht kennen, wird wohl eher nur die Umstellung sein. Du hast in der letzten Zeit so viel verändert, daran muss sie sich erst mal gewöhnen Meine Tiere mögen Steinhöhlen lieber, und zwar - vielleicht kennst du die - Feld-Drainage aus Ziegel. Manchmal findet man am Feldrand rote Ziegelröhren mit einem Durchmesser von 4-7cm oder auch Hohlziegelsteine mit 2 oder 4 rechteckigen Löchern längst durch den Ziegel, darin wohnen meine Tiere. Meine Tiere füttere ich zu unterschiedlichen Zeiten 2-3 mal am Tag, die Menge kann man schlecht abschätzen, das hängt davon ab wie viele Tiere du hast, wie groß sie sind und was die anderen Fische fressen - als grobe Regel solltest du so viel füttern, wie in 5 Minuten gefressen wird - wenn Futter irgendwo liegen bleibt, war es zu viel... Ein Mal die Woche gibt es nix oder nur seeeehr wenig Futter, meistens in Verbindung mit einem Teilwasserwechsel. Dein pH ist weniger dramatisch - trotzdem etwas zu hoch, aber auch GH und KH würde ich senken. Probier es mal mit Erlenzapfen (die Schwarzen, falls du nicht weißt was ich meine: an Fließgewässern sind oft Laubbäume, an denen Kirschkerngroße pechschwarze Mini-Tannenzapfen hängen.) Nimm 5-6 davon, binde sie an einen Faden und häng sie ins Wasser - nach ein paar Tagen sinken normalerweise die Wasserwerte und das Wasser verfärbt sich leicht gelblich. Die Menge der Zapfen musst du ausprobieren, das ist je nach Herkunft unterschiedlich und die Wirkung setzt erst verzögert ein, also nicht zu viele nehmen! Gruss Schmerlen-Andy Andreas S. Kinast
Ich werde das mit den Erlenzapfen mal testen! Ich habe da nochmal ne frage betreff dem Füttern. Vorgestern war ich kurz im Zoofachgeschäft, da ich Zuhause kein Nitrattest habe und man in dem Zooladen gratis sein Wasser testen lassen kann. In der letzten Woche sind nähmlich 3 Guppys und 1 Platy gstorben, was mich ein wenig verunsicherte. Und siehe da, Nitrat zwischen 50-100! Die Verkäuferin sagte, wir schauen wahrscheindlich zu gut zu unseren Fischen und füttern sie zuviel. So alle 3 Tage reiche für Bodenfische völlig aus!? Kann das wirklich sein? Ich meine 2 mal pro Woche füttern ist doch schon ein bisschen wenig oder? Ich traue ihrem Fachwissen ohnehin nicht so ganz da sie mir erklärte dass im Stickstoffkreislauf aus Nitrat Nitrit werde!!! Also ich weiss ja nicht...Und ich soll unbedingt eine Flasche Nitrivec kaufen und das ins Becken schütten da ich zuviel Nitrat habe!!!??? Mein Gott... Aber egal, wie schon gesagt habe ich momentan 3 Prachtschmerlen, 1 von ca. 9cm und 2 Junge so um die 3-4 cm. Wieviel würdest du jetzt sagen wäre eine normale Futtermenge für die grosse? 1 Tabs am Tag oder ein Würfel Frostfutter? Die grosse "verputzt so nen Würfel problemlos in 5 Minuten Hat dann aber auch ein dickes Bäuchlein Klar, als Nitratquelle sehe ich zum einten das Gemüse-Beifutter, welches ich halt auch über Nacht drin lasse, zum anderen in dem vielen Mulm am Boden (Hab noch keine gute Glocke). Die letzte Frage bezieht sich auf mein neues Becken welches ich so bald wie möglich anschaffen werde! Ich hab überall gelesen dass es vorallem auf die Bodenfläche ankommt, speziell die Beckenlänge sei ausschlaggebend? Stimmt das so? Denn ich könnte für einen guten Preis eine Massanfertigung machen lassen und da hab ich mir gedacht 30cm Beckenhöhe könnte reichen. Dann eine Länge von 140cm und 40cm in der breite. Das gäbe dann aber trotzdem nur ein Bruttovolumen von 168 Liter! Das klingt klein, aber eigentlich wäre es doch gross genug für Schmerlen oder? Puhh...Das wars jetzt, muss mal an die Arbeit
Hallo Thomas, Fische ernähren sich normalerweise in der Natur so, das sie den ganzen Tag durch die Gegend schwimmen und alles anknabbern, was sie finden - sie fressen also den ganzen Tag über kleinste Mengen. Ich halte es für falsch, diese naturbedingte Gegebenheit zu ignorieren. Natürlich überleben Fische auch diese Ernährungsart, ebenso würde es dem Menschen wahrscheinlich nicht schaden, ob es aber sinnvoll ist bezweifele ich. Allein die Futtergabe stellt in dem beengenden Aquarium eine Abwechselung dar, sonst ist immer alles gleich.
Die Reihenfolge der Wasserchemie ist anders, Fische fressen und geben Kot und CO2 ab, der Kot löst sich im Wasser und erzeugt Nitrit (NO2). Die Filterbakterien verwandeln das hochgiftige Nitrit sofort in das weniger giftige Nitrat (NO3) um, was in dieser Form von Pflanzen als Nährstoff verwertet werden kann. Bereits eine kleine Menge Nitrit ist hochgiftig (Meßwert kleiner 1mg/l) und wird in eine große Menge Nitrat (NO3) umgewandelt, die ab 50mg/l als schädlich anzusehen ist. Im Aquarium sollte dieser Nitratwert stets unter 25mg/l bleiben, damit die Tiere keinen Schaden nehmen. Nitrivec ist ein Zusatz, der Nitrat bindet. Dabei ist zu beachten, das diese "Gebundenen Gifte" weiterhin im Becken verbleiben und bei ungünstigen Wasserveränderungen unter Umständen zu einer Katastrophe führen können, wenn diese "Bindung" zerstört wird - ich rate als Dauerlösung davon ab! Zu viel Nitrat kommt von zu hohem Fischbesatz, zu wenig Wasserwechsel oder Wechsel mit nitratbelastetem Frischwasser oder auch durch zu viel Futtergabe. (Im Leitungswasser darf maximal 50mg/l) meßbar sein, andernfalls gilt das Wasser als unbrauchbar und nicht zum Verzehr geeignet)
Zu der Beckenhöhe solltest du bedenken, dass da auch noch Sand rein muss und ein "Sprung-rand" sinnvoll ist - 30cm Wasserstand halte ich für ausreichend, das Aquarium sollte also entsprechend etwas höher werden
Hab ich was vergessen? hmmm... Gruss Schmerlen-Andy Andreas S. Kinast