bin auch etwas vernarrt in die Fische der Gattung BOTIA... Naja momentan hab ich ein Paar B. morleti in meinen Becken...und will die Zucht wagen * lach* deshalb fand ich diese Seite-->Sehr nett hier!
Ich bin der Meinung, dass wenn wir das ehrgeizige Ziel haben Schmerlen nach zu ziehen müssen wir die Natur nachahmen. Als besondere Schwierigkeiten sind bei den verschiedenen Arten sicher die saisonalen Laichwanderungen, die wir nacxhahmen müssen... Da Botia morleti aus dem Mekong System kommt habe ich folgende Seite gefunden die sicher für alle ebenfalls vorkommenden Schmerlen wichtig ist.
Zur Zeit des Monsun wird es einen Abfall der Wasserhärte geben und zusätzlich eine Strömungszunahme.... Wichtig fände ich, wenn hier auf dieser Seite zur jeweiligen Scherlenart ein Link zu den Klimadaten ( Klimadiagramm) ihres Herkunftsgebietes zu finden währe. Zudem wäre es Klasse, wenn wir für die Tiere die Laichansatz ( Laichausschlag?!)zeigen die Daten des Aquariums( Wasser,Temp., Futter etc) angeben inklusive des Datums an dem der Laichansatz auftrat...
Hallo Tobi, bin mal gespannt wie du das machst, wenn du zwei Gleichgeschlechtliche hast, oder kannst du die wirklich als "Paar" unterscheiden??
Das mit der Datenerfassung der Zeitpunkte für Laichwanderung- /Ausschlag und tatsächliche Ablaichvorgänge ist eine schöne Idee, leider finden sich immer so wenig Daten für eine Tabelle. Bisher kann ich nur mit 2-3 Tieren und auch immer nur mit ein oder zwei "Ereignissen" aufwarten, aber ich stelle das gerne 'rein und warte auf Ergänzungen Ich bastele mal was, das setze ich dann erstmal in die FAQ wenns fertig ist.
-> Nachtrag: befindet sich unter der Rubrik "Projekte", Anregungen und Änderungswünsche sind ERWÜNSCHT!
schön das du dich an solch eine Tabelle rantraust!
Zur unterscheidung der Geschlechter bei "B. morleti" mus ich sagen das dies bei ausgewachsenen Exemplaren die in guter Kondition sind einfach ist!!! Die Weibchen sind fülliger und etwas größer, die Strin ist weniger steil/rund. Oft haben sie nen "dicken" Bauch.
Die Männchen sind schmaler gebaut, die Stirn erinnert an "B. striata", d.h. steiler und runder. Selbst bei guter Fütterung mit Lebendfutter( gute Kondition) sind werden sie nicht dick. Der Bauch bleibt gerade.
Hallo Tobi, trauen tu ich mich vieles Es ist nur nicht ganz so einfach, eine Liste oder Tabelle zu basteln, bei der man gleich an alles denkt und alles auch sinnvoll und richtig einordnen kann. Da ich nur wenig Infos zu den betreffenden Tieren habe und die Chance, 100% stichhaltige Aussagen nachträglich zu bekommen sehr schwer ist... Manchmal fehlt mir auch einfach nur der Überblick, meine Infos sind zu sehr vertreut Gruss Schmerlen-Andy Andreas S. Kinast
Hallo, ging ja superschnell mit der Anmeldung hier. Den folgenden Beitrag habe ich am letzten Sonntag bei l-welse.com und scalare-online.de eingestellt. Die Resonanz war sehr gering aber ich bekam den Tip mal hier zu posten.
Ich mache mir ein paar Gedanken ueber meine Horas Schmerlen und wuerde mich freuen wenn evtl. die/der Eine oder Andere etwas aus pers. Erfahrung bei der Schmerlenhaltung beisteuern koennte.
Seit einigen Jahren (5-6 ?) schwimmen in meinem 1,20m Gesellschaftsbecken 2 Botia morletti/horaes und sie haben sich zu sehr kraeftigen und schoenen Tieren entwickelt, denen man die gute Kondition wirklich ansieht. Selbst eine Ichty haben sie im letzten Jahr problemlos ueberstanden, obwohl schon einige Puenktchen zu sehen waren.
Urspruenglich hatte ich 4 Tiere gekauft und leider nach einigen Monaten - aufgrund der damals sehr versteckten Lebensweise - viel zu spaet bemerkt, dass mit den Tieren etwas nicht stimmte. Das jetzige Weibchen war feist und kraeftig, also ok, 2 Fische waren dagegen total abgemagert und fuer mich klare Todeskanditaen, waehrend das 4. Tier schon verschwunden war. Im Quarantaenebecken schaffte ich es dann aber doch einen der Todeskanditaten zu retten und das Tier entwickelte sich wie schon oben beschrieben sehr gut, nachdem ich es in das grosse Becken zuruecksetzt hatte.
In den folgenden Monaten und Jahren war mir aufgrund der sehr verschiedenen Koerperformen immer klar, dass es sich um ein maennl. und ein weibliches Tier handeln musste. Das Weibchen, hochrueckiger und mit sehr rundlicher Bauchpartie, hatte immer auffallend rote Bauch- und Afterflossen. Beim Maennchen, flacher Bauch, langgestreckter wirkend durch deutlich kleinere Koerperhoehe, waren alle Flossen fleischfarben bzw. farblos. Ausser dem schwarzen dicken Schwanzstreifen und feinerem Rueckenstrich habe ich bei den Tieren nie irgendeine Querbaenderung gesehen (wie sie ja manchmal in der Literatur beschrieben ist).
Das Verhalten war lange nicht mehr so scheu wie in der Anfangsphase, aber ausserhalb der Fuetterungszeiten musste man sich schon sehr still vor dem Becken verhalten, um etwas von den Tieren zu sehen. Selbst waehrend der Fuetterung musste das Maennchen zusehen, seinen Anteil zu bekommen, denn sobald das Weibchen das M. zu Gesicht bekam, wurde dieses sehr aggressiv und mit lauten Knacklauten durch das mit sehr vielen Versteckmoeglichkeiten ausgestattete Becken gejagt. Allerdings gab es auch immer wieder mal zwischendurch Lockversuche des Weibchens, mit zuckenden Schwimmbewegungen um das Maenchen zum nebeneinander schwimmen zu bewegen. Das gelang auch oft, wobei auch untypisch in hoeheren Beckenregionen geschwommen wurde. Allerdings wirkte es auf mich immer so, dass nach mehr oder weniger kurzer Zeit das M. "die Nerven verlor" und schon ging die wilde Jagd durch das Becken wieder los.
Sorry, ist schon etwas laenglich geworden bevor ich angefangen habe, Euch zu erzaehlen warum ich diesen Beitrag heute schreibe.
Vor 3 Wochen ging es nun los, dass das M. keinerlei Scheu mehr vor dem W. hatte, auch seine Bauch- und Afterflossen sind knallrot geworden. Bei beiden Tieren sind diese jetzt deutlich schwarz umrandet und schwarzgepunktet. Oft lagen sich die Tiere an einem kleinen Stein mitten im Becken ohne Deckung und Scheu (vor dem Betrachter an der Scheibe) gegenueber und zuckten nur kurz aufeinander zu. Voellig kontraer zum normalen Verhalten wurden jetzt andere Fische, die zu nahe kamen, vertrieben.
So ging das 3 Wochen und ich war sehr gespannt wie sich dieses - fuer mich ganz klare Balzverhalten - entwickeln wuerde. Seit Freitag hat sich die Intensitaet in der Faerbung beider Tiere noch erhoeht und sogar der breite schwarze Schwanzstreifen leuchtet jetzt metallisch blau. Allerdings ist es mit dem Frieden vorbei. Die Tiere beissen sich Kopf an Schwanz im Kreis drehend, heftig in die Flanken. Das W., obwohl wesentlich kraeftiger muss gegen das wendigere M. sehr viel einstecken und hat schon deutliche weisse Verletzungen (Abschuerfungen an den Flanken) !
Beim M. sieht man nur dagegen nur wenige, minimale Abschuerfungen und es ist jetzt deutlich das dominante Tier. Allerdings kommt das W. immer wieder nach Erholungsphasen aus den Verstecken und stellt sich dem Kampf erneut. Auch nach Barschart wird Kopf an Kopf dicht nebeneinander gewedelt und gedraengelt, allerdings seltener, meistens wird sich im Kreis drehend gebissen. Die Knackgeraeusche gibt es z.Z. ueberhaupt nicht mehr.
Die Abschuerfungen an den Flanken des Weibchens machen mir schon Angst. Der Grund warum ich die Tiere - noch - nicht getrennt habe um die Verletzungen heilen zu lassen, ist nicht so sehr, dass ich nicht die Balz unterbrechen will. Mein Problem ist, dass ich kein geeignetes 2. Becken habe und aufgrund der vielen Verstecke ein herausfangen des einen oder anderen Tieres nicht leicht werden wird. Das Weibchen hat ja auch Ruhe, solange es sich nicht dem M. stellt und die Abschuerfungen machen einen sauberen Eindruck, d.h. keine Anzeichen von Verpilzung/Entzuendung etc. (dann wuerde ich notfalls auch sofort das Becken ausraeumen).
Meine Frage: Wie wuerdet ihr mit der Situation umgehen und hat jemand aehnliche Erfahrungen mit Schmerlen ? Vor allem, wie koennte es weitergehen bzw. wie lange koennte die Balzzeit anhalten ?
Danke vorab und schoenen Sonntag!
Zuletzt bearbeitet von bandog am 15.11.2004, 15:46, insgesamt einmal bearbeitet _________________ Gruss Juergen
Die Situation hat sich ziemlich beruhigt, wie ja auch schon Montag gesagt. Keine Streitereien sondern die Tiere treffen sich ab und an mitten im Becken am Fuss eines grossen Felsens, neben dem Eingang hinter die aus Felsen und Schieferplatten gebildete Rueckwand. Die Tiere lassen sich von den grossen und kleinen Welsen nur wenig stoeren, den Liposarcus haben sie gestern sogar verscheucht obwohl er groesser als sie ist. Beim Wabi, Kaktus- und br. Antennewels haben sie da natuerlich schlechte Karten. Selbt die Panaq. spec aff maccus lassen sich nicht beeindrucken. Ab und an rutschen die Horas senkrecht an und auf dem genannten Felsen rauf und runter. Fast wie Barsche die einen Laichstein pruefen, aber lange nicht so intensiv.
An der beschriebenen Faerbung hat sich nur veraendert, dass beim M. in der oberen/hinteren Kante der Rueckenflosse jetzt ein schwachweisser Saum erschienen ist.
Die Verletzungen/Abschuerfungen sind beim M. nicht mehr zu sehen, beim W. auf der linken Seite nur noch eine kleine Stelle. Nur auf der rechten Flanke ist noch dieser haessliche weisse Fleck, der sich aber zum Glueck nicht zu entzuenden scheint.
Noch etwas; als ich am Montag abend nach Hause kam, entdeckte ich ca. 2ocm vom "Treff", mitten im Becken and der Frontscheibe eine flache, gut 10cm Durchmesser Grube. Gestern abend war die Grube noch tiefer gemacht, aber trotzdem noch mit flach auslaufenden Raendern. Das erinnert mich alles an Barschartige aber ich kann mir keinen Reim darauf machen was das bei den Schmerlen werden soll. Ich kann auch nicht sagen ob M./W. oder beide "gebaut" haben, eigentlich weiss ich nicht einmal sicher ob sie es ueberhaupt waren. Da aber eine solche Grube bei gleicher Besetzung im Becken nicht vorgekommen ist, denke ich, die Wahrscheinlichkeit spricht dafuer.
Ich werde weiter berichten und hoffe etwas zu sehen, bevor die Welse alles plattgemacht haben. Ist jetzt doch schade, dass ich kein 2. Becken in Betrieb habe.
Hat denn wirklich niemand hier im Forum aehnliche Beobachtungen gemacht ?
schoenen Abend oh, vergessen habe ich noch dass das Weibchen immer voller und schwerer wird. Es hat ganz sicher den Bauch voller Eier - ich bin gespannt !
Hallo Jürgen, klasse Bericht! Zu der Grube kann ich was sagen - ich hab schon häufiger von (Pracht)Schmerlenbesitzern gehört, dass einige der Tiere eine Mulde in den Sand/Kies hineinwedeln, um dort später den Laich abzulegen. Meistens geschieht das aber an einer geschützten Stelle zwischen Pflanzen oder Wurzelwerk und wurde bisher auch nur von den großen Botia macracanthus berichtet. Wie tief ist diese Mulde schätzungsweise und wie ist sie gelegen, eher geschützt oder frei zugänglich?
Hallo Andy, die Grube befindet sich zwar zwischen Cryptocorynen, aber diese sind sehr klein, sodass die Mulde total ungeschuetzt und auch noch direkt vor der Frontscheibe gelegen ist. Allerdings liegt noch ein kleineres Holzstueck direkt daneben, das evtl der Grund war hier eine Grube - von wem auch immer - anzulegen. Die Tiefe war, als ich die Mulde das erste Mal sah unter 1cm bei ca. 10 cm Durchmesser. Am 2. Abend dann zwischen 1 und 2 cm tief. Mittlerweile ueber 2 cm, aber da liegen desoefteren auch meine Welse drin, speziell den L114 habe ich da auch schon wuehlen gesehen. Ausser, dass die Entstehung der Kuhle genau in die Zeit der oben beschriebenen Aktivitaeten der Schmerlen fiel - und es frueher keine solchen kreisrunden Bauwerke gab, habe ich aber keine Anzeichen, dass die Schmerlen etwas mit diesem "Bauwerk" zu tun haben koennten. Auch zwischen den Riesenvallisnerien ist an verschiedenden Stellen gewuehlt worden, aber eine Kuhle ist da nicht zu erkennen.
Ich hatte gehofft, dass ich jetzt am Wochenende mehr vom Treiben der Schmerlen beoachten kann, aber gestern habe ich sie fast den ganzen Tag nicht zu Gesicht bekommen. Die aktivste Zeit fand wohl am letzten Wochenende statt und auch die da beschriebene Faerbung ist wieder etwas zurueckgegangen, d.h. jetzt nicht mehr so strahlend. Mal sehen was nach dem naechsten Teilwasserwechsel passiert. Wo ich das hier schreibe sehe ich Tiere wieder zusammen durch Becken schwimmen, eigentlich mehr in Schraegstellung mit Koepfen nach oben durchs Becken zucken. Das ist ein Verhalten, das ich auch schon seit Monaten beoachten konnte, nur nicht so haeufig wie jetzt. Es sieht aus als ob irgendwie ein Tier - momentan wieder vom W. ausgehend - das andere lockt. Aber nicht irgendwie "zielgerichtet" wie bei Barschen, Barben und Salmlern; man weiss eigentlich nicht worauf das hinauslaufen soll. Momentan ist eine schraege Schiefersteinebene im mittleren Schwimmbereich, ueber der eine Eichenholzplanke liegt, favorisierter Bereich. Was hinter den ganzen Steinaufbauten der Rueckwand passiert kann ich natuerlich nicht sehen. Das W. ist immer noch gut rundlich, aber lange nicht mehr so "schwer" und traege wie letzten Sonntag. Es gab keine sichtbaren Streitereien mehr und auch die grosse Verletzung an der Flanke ist komplett abgeheilt.
Ich habe im Internet gesucht, kann aber nichts konkretes finden ob die Laichabgabe auf einmal, oder in ueber mehrere Tage/Wochen verteilt stattfindet.
Wie auch immer, muesste ich schon viel Glueck haben etwas zu sehen, da ich ausser am WE nur abends zuhause bin. In dem Becken schwimmen Brilliantsalmer (von denen 1-2 Junge im Monat durchkommen), Fuenfguertelbarben und ein paar Guppies. Dann natuerlich meine Hauptakteure, Wabenschilderwels ca. 22cm, L114 und br. Antennenwels je 11 cm, Liposarcus ? orange/albino ca 13cm, Panaque nigrolineatus 6cm und 2 Panaqolus spec. aff maccus 4,5-5,5cm von denen ich aufgrund der Koerperform und Faerbung glaube das es sich um M+W handelt. Also (zu) starke Besetzung und schlechte Chancen fuers ueberleben evtl Schmerlennachwuches. Schreibt doch einfach wenn ihr irgendwo im Netz was zum Laichverhalten findet. Mir geht es darum in der wenigen Zeit die ich habe, moeglichst in die richtige Richtung zu beoachten. Ich halte euch auf dem laufenden. schoenen Sonntag Juergen
Hallo, ich hatte ja versprochen weiter zu berichten. Leider ist im Winter 2005/6 nicht viel passiert. Eine deutliche Verhaltensaenderung meiner beiden Mausschmerlen hat es zwar Ende November gegeben, aber dieses Jahr alles nur andeutungsweise und lange nicht so ausgepraegt wie im letzen Jahr. Das gilt fuer die ausgepraegtere Faerbung, das Zusammenliegen im Becken mit Verteidigen des gemeinsamen Liegeplatzes (offene Stelle zwischen crypt. spec im Sand) gegen artfremde Fische durch das etwas kleinere (und zur Erinnerung im uebrigen Jahr immer sehr scheue und aengstliche) Tier, als auch die Koerperfuelle des groesseren Tieres. Eine (abschliessende ?) Auseinandersetzung wie aus dem letzten Jahr beschrieben konnte ich nicht beobachten. Nach 5 Tagen war dann wieder alles "normal". Noch einmal abgeschwaecht bemerkte ich dann in der 1. Januarwoche noch einmal diese Veraenderungen bei den Tieren. Aber dieses max. nur 3 Tage.
Da ich mir ein 2. Becken aufgestellt habe, in das ich die grossen Welse ausquartiert habe, beabsichtige ich in meinem 1. Becken die Mausschmerlen aufzustocken. Allerdings nicht mit jungen Tieren sondern ich moechte versuchen von Aquarianern aeltere, evtl. ueberzaehlige/uebriggebliebene Mausschmerlen zu bekommen. Daher meine entsprechende Anfrage unter Suche/Biete ! Vielleicht klappt es ja und ich bekomme fuer die naechste Saison im Winter 06/07 eine kleine Gruppe zusammen und kann dann mehr beobachten. Gruss Juergen
Hallo Jürgen, ich glaube fast das die Tiere "Frischfleisch" brauchen um dauerhaft in Stimmung zu kommen, also jedes Jahr vor der Laichperiode neue junge Tiere dazusetzen und ein paar alte Tiere ausquartieren. So könnte man den alten Tieren wieder einen Ansporn geben - je oller je doller gilt wohl auch bein den Fischen
Hi Andy, habe gerade erst Deine Antwort gesehen. Ueber Frischfleisch zur Laichstimulierugn wurde ja auch schon diverse Male in Bezug auf die Vermehrung von Prachtschmerlen berichtet - das war aber anders gemeint, nehmlich in dem Sinn, dass die Schmerlen zur Laichzeit zu Raeubern werden und andere Fische verspeisen. Hast Du fuer Deine Theorie einen Hintergrund parat ? Mir faellt da nichts ein, warum ein solches Vorgehen die Tiere stimulieren soll. Es gibt so viel verschiedene Ideen, aber wirklich wissen tut keiner was.
Meine beiden Horas zeigen jetzt einen Teil des von mir berichteten Verhaltens -verstaerkte und veraenderte Faerbung, welches ich zuvor nur im Dez. und Jan. beobachten konnte - jetzt laufend. Ist wohl doch nur Teil des normalen Dominanz-, Revier- und Rangverhaltens.
Hallo Jürgen, wie du schon sagst, nichts genaues weiß man nicht... Ich nehme an, das der erhöhte Bewegungsdrang den wir immer als Laichwanderung beschreiben aber in Wirklichkeit nicht unbedingt eine Wanderung sein muß und mehrere Auswirkungen / Auslöser haben kann. Ich denke, dass ein verändertes Futterangebot zu erhöhter Schwimmaktivität führen kann (oder auch genau umgekehrt!) und dadurch die Gruppen die sich für den rest des Jahres gebildet hatten auseinander reißen und neu mischen könnten. Die erhöhte Aktivität (und auch der Stress bei neuer Eingliederung in der Gruppe bzw Ausbrechen aus der alten Gruppe) hat Auswirkungen auf den Stoffwechsel und damit auch auf die Hormone des Tieres, das könnte also der Auslöser dafür sein dass sich die Tiere paaren. Um das zu simulieren müsste man die Gruppen zur jeweiligen Saison auftrennen und neu mischen, unterschiedliche Altersgruppen können nötig sein (kennen wir von den Keilfleckbärblingen das sich alte Böcke gern mit jungen Mädels paarren) falls die Paarungsfähigkeit je nach alter unterschiedlich verlaufen sollte. Das ist so im großen und Ganzen das was ich mir als theorie zurecht gelegt habe - was denkst du darüber?