Bei einer Kollegin steckt eine Netzschmerle im Morkienholz fest seit mind. 24 Std. Wir haben die Wurzel mit Schmerle mit eingefahrenem Filter in ein 60 Liter AQ umgesiedelt, wo sie nun allein ist, damit sie nicht noch zusätzl. von den anderen Fischen gestresst wird. Es ist wirklich eine verzwickte Situation !!! Die Schmerle muss in ein Loch im Holz hineingeschwommen sein und wollte bei einem anderen Loch wieder heraus. Dieses Loch ist ein bisschen kleiner. Als sie zurück wollte ist ihr Schwanz in die Falsche Richtung abgebogen und angestossen. Nun kann sie weder zurück noch vorwärts hinaus! Mit einem Wattestäbchen hatte ich versucht den Schwanz in die richtige Richtung zu schieben ... geht leider nicht! Wir sind echt ratlos!!! Jemand aus dem Zoofachgesch. sagte mir wir sollen die Wurzel aus 1,5 m Höhe fallen lassen, da gebe es eine Dehnung im Holz und sie könne hinaus ... doch diese Möglichkeit gefällt mir gar nicht!!! Weisst Du eine Lösung?
bitte die Wurzel nicht fallenlassen, die Schmerle würde einen Schock bekommen und sterben! Ist das andere Loch nur etwas kleiner, so würde ich einfach nur warten - die Schmerle müsste etwas abmagern und könnte dann dort hindurchpassen. Falls das nicht klappt (ich kann mir vorstellen wie das Tier dort drinnen steckt, aber sehen kann ich es nicht...) schau mal, ob du die Schwanzflosse mit dem Wattestäbchen so legen kannst, das sie rückwärts wieder hinaus kommt und du gleichzeitig von vorne schaust, ob sie sich vielleicht mit den Augendornen irgendwo im Hoöz verkeilt hat und deshalb weder vor noch zurück kommt? Sollte das der Fall sein - die Augendornen klappen zum Schwanz hin um, also wie die Widerhaken einer Harpune, vielleicht kannst du die von vorne sehen und mit einem Wattestäbchen wieder anlegen. Wichtig ist, das die Schmerle auch versucht, rückwärts zu flüchetn, also fummel nicht so viel hinten herum sondern vorne wo sie das sehen kann, damit sie rückwärts flüchtet. Wenn das nichts bringt, kannst du die Wurzel auch ein paar mal so über die wasseroberfläche heben, dass der Kopf nach oben zeigt, vielleicht zappelt sie sich dann nach unten frei...
Vielen Dank für Deine rasche Antwort!!! Ja habe mir schon gedacht dass das mit dem Fallenlassen eine schlechte Idee ist ... und sowas von einem "Fachmann"! Das mit dem Wattestäbchen hatte ich bereits probiert ... geht leider nicht! Die Augendornen sind nicht ausgestellt ... der Kopf schaut bis nach den Kiemen heraus. Auch die Wurzel aus dem Wasser halten, Kopf nach oben haben wir probiert ... sie kann sich keinen Milimeter bewegen weder nach vorn noch zurück Wie lange würde es gehen, bis sie "abgemagert" hat? Sie steckt jetzt ca. 1 1/2 Tag fest und hat 2 Tage nichts gefressen.....
naja, da gibt es wohl keine richtigen Erfahrungswerte, so 4-6 Tage müsste aber eigendlich funktionieren denke ich. Schick mal jemanden in den Baumarkt, es gibt ein Werkzeug zum Holz-Spalten das geeignet sein sollte um die Wurzel zu Spalten - stell dir eine Stange als Schraubstock mit 2 aufeinander zulaufenden Messern vor - )_____( so ungefähr, die scharfe Seite ist innen und man dreht an der Stange um die Messer aufeinander zulaufen zu lassen, ähnlich einem Muttern-Sprengsatz. Wenn es nicht anders geht und dieses wirklich seltenen Werkzeug nicht zu finden ist, kannst du auch vorsichtig mit einer Säge in einer geeigneten Stelle einen tiefen Schnitt machen und mit einem Spreizwerkzeug diesen gesägten Schlitz aufbrechen und so die Wurzel spalten (Prinzip einer Spreizzange, die gibt es wirklich in jedem Baumarkt, eventuell brauchst du da 2 von um genug Kraft zu haben). eine gespaltete Wurzel kann man dann auch wieder mit ein paar Holzdübeln reparieren Gruss Schmerlen-Andy Andreas S. Kinast
Vielen Dank für Deine guten Ratschläge!!! Es gibt tatsächlich solche "Spalt-Werkzeuge" auch in der Schweiz ... nur kosten sie SFr. 3000.- und sind riesig für Baumstämme gedacht... wir hatten sogar vor zu einer Schreinerei zu fahren und dort die Befreiungsaktion durchzuführen. Doch leider ist die Schmerle vorher über Nacht gestorben (nach knapp 5 Tagen). Meine Kollegin hatte dann die tote Schmerle herausgezogen und mir gesagt, dass sie sehr fest ziehen musste. Im Nachhinein hatte sie auch gesehen warum. Das Loch hatte eine innen eine Verjüngung. Meine Kollegin meinte, dass die Schmerle es selber nicht geschafft hätte! Vermutlich hatte die Schmerle sich so verkeilt, weil ein Ancistrus hinter ihr ins selbe Loch kroch und lange so blieb (sah auf jeden Fall meine Kollegin). Es ist wirklich sehr unglücklich gegangen das Ganze! Ob die Schmerle durchgekommen wäre, wenn wir einen Tag früher die Wurzel gespalten hätten bleibt auch fraglich, da die Schmerle ca. 1 cm breit an der eingeklemmten Stelle eine Art Bluterguss mit Verpilzung hatte. Evt. war sie daran gestorben?! Auf alle Fälle ist das Ganze sehr, sehr traurig!!! Ich selber habe ja auch Netzschmerlen und Prachtsschmerlen im 1.8 m langen AQ ... mit vielen Wurzeln ... aber solche ohne Löcher, weil mir auch mal eine Prachtschmerle steckenblieb. Zum Glück hatte ich sie damals befreien können. Doch die Wurzel kam mir raus! Nun habe ich nur noch Wurzeln mit tiefen Mulden, aber keinen Löchern! Es kann 1000-mal gut gehen (bei meiner Kollegin Monate) und plötzlich sowas ...
Hallo Sonja, schade um das Tier... ist schon etwas ungewöhnlich das sich eine Schmerle derart tief in ein Loch quetscht, aus dem sie selbst nicht mehr herraus kommt Das fällt dann wohl in die Kathegorie dumm gelaufen und kann immer und überall passieren. Zumindest wissen wir jetzt, was für eine Möglichkeit es in solchen Fällen gibt.